Keine Tüte ist die beste Tüte...

...aber da sich diese Tatsache nicht immer umsetzten lässt, haben wir uns für einen Kompromiss entschieden:
ab sofort bieten wir Obst- & Gemüsebeutel aus kompostierbarem Plastik auf Stärkebasis an (KEINE Lebensmittelqualität, also keine Ressourcenverschwendung).
Da diese in der Herstellung (noch) deutlich teurer sind als herkömmliche Plastikbeutel möchten wir Sie um einen bewussten Verbrauch von Tüten bitten.

Wenn sich etwas ändern soll, fängt man am besten bei sich selber an...

Wir haben lange über die Abschaffung der Plastik-Knotenbeutel in der Obst- & Gemüseabteilung diskutiert. Manchmal sind Plastiktüten einfach praktisch, um feuchtes Gemüse wie Kräuter und Salate frisch und ohne beschmutze Einkaufstasche nach Hause zu transportieren - ja.
Mit diesem Schritt greifen wir der Deutschen Gesetzgebung quasi voraus, denn aktuell wird für Deutschland bzw. ganz Europa ein Verbot diskutiert. In einigen Ländern wie z.B. Südafrika, China, Kenia sind Plastiktüten bereits komplett verboten, ebenso in einigen Staaten von Amerika bzw. wurde dort die Zahlung einer Zwangsabgabe beim Gebrauch von Plastiktüten eingeführt.
Nachwachsende Rohstoffe scheinen uns derzeit die beste Alternative, um der "Kunststoff-Falle" zu entkommen. Daher haben wir uns für die heim-kompostierbare Tüten auf Maisstärke-Basis entschieden.

Unsere BEWEGGRÜNDE
Das Verbot von Plastiktüten hat seine triftigen Gründe, denn jedes Jahr werden rund um den Globus etwa 600 Milliarden Plastiktüten produziert und in Deutschland um die 5,3 Milliarden Tüten pro Jahr benutzt. Dabei ist die durchschnittliche Nutzungsdauer nur 30 Minuten - es dauert allerdings zwischen 100-500 Jahre bis ein Kunststoffbeutel (abhängig vom Material) verrottet ist.

Gehen die Beutel in den Recycling-Kreislauf, entstehen bei der Verbrennung giftige Stoffe wie Formaldehyd oder Phenole. Jedoch wird in Europa nur jede zehnte Tüte recycelt - der Rest verschmutzt Landschaft und Weltmeere. Im Nordpazifik treibt seit Jahrzehnten ein Plastikmüllstrudel, der mittlerweile so groß ist wie Zentraleuropa!
Meerestiere verwechseln die Tüten mit Quallen und fressen sie. Die unverdaulichen Teile bleiben im Magen und füllen diesen - so verhungern die Tiere und jedes Jahr sterben zehntausende Wale, Robben, Schildkröten und Vögel einen qualvollen Tod.

Außerdem werden für die weltweite Einwegtüten-Herstellung täglich 570 Millionen Liter Rohöl verschwendet. 
Auch unsere Tüte auf Maisstärke-Basis enthält leider noch ca. 40% Erdöl. Produktionsbedingt ist ein kompletter Ersatz derzeit noch nicht möglich. Aber der Hersteller gehört zu den führenden Größen im Bereich von kompostierbaren Plastikprodukten und die Forschungsarbeit für ein 100% erdölfreies Produkt läuft auf Hochtouren.

Wir bitten Sie, Ihren Verbrauch von Plastiktüten generell bewusst zu gestalten: muss eine Banane, die ihre "Verpackung" von Natur aus mitbringt, wirklich in eine Tüte?
Muss ich eine Tüte an der Kasse kaufen wenn ich weiß, dass ich einkaufen gehen - einen gefalteten (Jute-) Beutel kann man immer in der Tasche haben.

Wir empfehlen Ihnen die Publikation des Bundesumweltamtes, für viele Fakten und Hintergrundinformationen.

 

 

Quellen:
www.stern.de (02.07.2013), Umweltsünde Einwegtaschen: Können wir auf Plastiktüten verzichten?
www.wwf.de (o.J.), Das kann kein Meer mehr schlucken: Unsere Ozeane versinken im Plastikmüll.
www.utopia.de (26.05.2011), Müllkippe Meer: Plastik statt Plankton

 

 

 

 
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